Messgerät - Elektrotechnik - Bild 779
Hartmann & Braun - Frankfurt a/M.
Hartmann & Braun Frankfurt a/M Bild 779
Herstellungsjahr: 1971
Bezeichnung: Stromzange für Wechselspannung und Wechselstrom bis 500
Ampere.
Beschreibung: Mit dem Zangenstrommesser können Ströme von mehreren
100Ampere in dem kleinen eingebauten Messinstrument angezeigt werden.
Mit den gebräuchlichen Vielfachinstrumenten ist wie bekannt die Spannungsmessung eine ganz einfache Sache. Unabhängig von der Größe der Spanung genügen dünne Litzen, durch die nur einige Milliampere fließen, um die zu Messende Spannung dem Instrument zuzuführen.
Demgegenüber macht die Strommessung, obwohl theoretisch ebenso einfach, bei der praktischen Ausführung größere Schwierigkeiten oder ist mindestens wesentlich umständlicher.
Man weiß, daß der Stromkreis, in dem gemessen werden soll, in jedem Fall aufgetrennt werden muß. Dadurch entstehen Betriebsunterbrechungen, überdies muß der Strom in seiner ganzen Größe durch das instrument fließen, so daß die Drähte u.U.erheblichen Querschnitt haben. Das ist mit behelfsmäßigen Leitungen und anschlüssen oft nicht zu arbeiten. Diese Schwierigkeiten werden durch den Zangenstrommesser vollkommen beseitigt. Bei ihm sind, ob es sich nun um ganz große oder kleinere Ströme handelt, die gemessen werden sollen, überhaupt keine Zuleitungen zum Instrument nötig, und es erübrigt sich auch, den Stromkreis aufzutrennen.
Wird nämlich das Instrument an der handgriffartigen Verlängerung umfasst, so öffnet sich durch einen Druck mit der Hand auf die seitliche angeordnete Taste die isolierte Stromzange, sodass der Leiter , in dem der Strom zu messen ist, umfasst werden kann. Durch einen Federmechanismus schließt sich das Maul der Zange von selbst. An dem eingebauten Anzeigeinstrument wird dann der Strom angezeigt, der in dem mit der Zange umfasste Leiter fließt. Ob es sich dabei um eine blanke Metallschiene, einem isolierten Draht oder gar einem metallbewehrten Leiter handelt, spielt für die Messung keine Rolle. Die verschiedenen Messbereiche können durch einen Drehschalter mit dem Daumen gewählt werden.
Mit den seitlich angebrachten Buchsen links konnte man Spannungen direkt bis 500 Volt Messen in zwei Bereichen. Die beiden Buchsen rechts waren zur Messung über Wandler vorgesehen. (Dietz - Zangenstrom Wandler Amperemeter) wird noch dargestellt. Es erlaubte eine Strommessung in Höhe von über 3000 Ampere.
Auszug Technische Beschreibung und Details aus Unterlagen Fa. Hartmann & Braun von 1971.
Hartmann & Braun Frankfurt a/M Bild 779-1
Herstellungsjahr: 1971
Bezeichnung: Stromzange für Wechselspannung und Wechselstrom bis 500
Ampere.
Technische Daten:
Wechselstrom: 500 Amp. Wechselspannung: 500 Volt Ri = ca. 1,446 MΩ
250 Amp. 250 Volt RI = ca. 0,73 MΩ
50 Amp.
10 Amp.
Fehlergrenzen: Die angegebenen Fehlergrenzen gelten bei einer Temperatur von 20 °C und bei sinusförmigem Wechselstrom 50 bis 60 Hz.
Wechselstrom: ± 2,5 % vom Skalenendwert
Wechselspannung: ± 1,5 % vom Skalenendwert
Frequenzfehler: Der zusätzliche Frequenzfehler bei Frequenzen abweichend von
50 bis 60 Hz. beträgt
Strombereich: 500 Amp. zwischen 30 bis 80 Hz. ± 1,5 %
250 Amp. 30 bis 150 Hz. ± 1,5 %
50 Amp. 30 bis 1000 Hz. ± 1,5 %
10 Amp. 40 bis 80 Hz. ± 1,5 %
Spannungsbereich: 500 Volt zwischen 30 bis 1000 Hz. ± 1,5 %
250 Volt zwischen 30 bis 5000 Hz. ± 1,5 %
Prüfspannung: 2000 Volt gemäß den VDE Regeln 0410
Übersetzungsverhältnis:
Die Zange arbeitet mit einem Übersetzungsverhältnis von 10 000 : 1.
Der zu messende Strom kann im gleichen Verhältnis auch mit einem getrennten
Instrument an den Klemmen k – I gemessen werden. Das angeschlossene
Anzeigeinstrument darf folgende maximale Innenwiderstände haben:
Primärstrom Amp. 500 250 50 10
Sekundärstrom: mAmp. 50 25 5 1
Max. Innenwiderstand: Ω 250 400 650 900
Auszug Technische Beschreibung und Details aus Unterlagen Fa. Hartmann & Braun von 1971.
Hartmann & Braun Frankfurt a/M Bild 779-2
Herstellungsjahr: 1971
Bezeichnung: Stromzange für Wechselspannung und Wechselstrom bis 500
Ampere.
Zeigerfesthaltevorrichtung:
Neuartig bei diesem Zangen – Strommesser ist die Zeigerfesthaltvorrichtung, welche gestattet, auch an schlecht zugänglichen Stellen, wo ein Ablesen der Skala schwierig oder gar unmöglich ist, einen einwandfreien Messwert zu erzielen.
An der rechten Ecke des Messwerkgehäuses befindet sich eine kleine Rändelscheibe, mit der man den Zeiger, nach dem sich der auf den Messwert eingestellt hat, festklemmen kann. Aus der schlecht zugänglichen Stelle entfernt, kann man dann den Messwert auf der Skala ablesen und den Zeiger wieder für die nächste Messung freigeben.
Auszug Technische Beschreibung und Details aus Unterlagen Fa. Hartmann & Braun von 1971.
Einstellung des Messbereich – Wahlschalters auf 10 Amp. Primärleiter mehrmals durch das Zangenmaul hindurchführen. Es ergeben sich dann folgende Messbereich - Endwerte:
bei 2 Windungen 5 Amp. Anzeige : 10 A / 2 = 5 Amp.
bei 4 Windungen 2,5 Amp. Anzeige : 10 A / 4 = 2,5 Amp.
bei 5 Windungen 2 Amp. Anzeige : 10 A / 5 = 2 Amp.
bei 10 Windungen 1 Amp. Anzeige : 10 / 10 = 1 Amp.
Die genaueste Messung erreicht man, wenn die Windungen lose durch das Zangenmaul gehen.
Liegen die Windungen eng um einen Zangenschenkel, so zeigt die Zange einen zu hohen Wert.
Liegen die Windungen eng um die Zangenöffnung, so zeigt die Zange einen zu kleinen Wert an.
Wechselstrommessung 1 Amp. bis 500 Amp.
Messbereich – Wahlschalter auf richtigen Messbereich einstellen. In Zweifelsfällen immer auf den Größten Bereich stellen und erst bei kleinem oder nur kleinen Zeigerausschlag auf den nächstkleineren Messbereich schalten.
Bei mehradrigen Kabeln darauf achten, dass nur ein Leiter umfasst wird.
Die Zange ist verwendbar in Netzen bis max. 650 Volt Betriebsspannung.
Wechselstrommessung bei Strömen über 500 Amp. bis max. 1000 Amp. mit getrenntem Anzeigeinstrument.
Ströme über 500 Amp. bis max. 1000 Amp. können im Verhältnis 10 000 : 1 an den Klemmen k – l mit einem außen angeschlossenen Instrument gemessen werden. Es eignet sich hierfür besonders Vielfachmessgeräte mit Wechselstrombereichen zwischen 50 mA und 100 mA.
Der Innenwiderstand darf bei primär 1000 Amp. max. 100 Ohm betragen.
Wechselspannungsmessung im Bereich von ca. 20 bis 500 Volt.
Bei der Spannungsmessung darf sich im Zangenmaul kein Stromführender Leiter befinden, da sonst das Messergebnis verfälscht wird.
Auch hier wieder Messung in Stellung des Messbereiches – Wahlschalter auf größtem Bereich beginnen. Die Ablesung der Spannungswerte erfolgt auf der unteren Skala.
Hartmann & Braun Frankfurt a/M Bild 779-2
Herstellungsjahr: 1971
Bezeichnung: Stromzange für Wechselspannung und Wechselstrom bis 500
Ampere.






