Messgerät - Elektrotechnik - Bild 761


Hartmann & Braun - Frankfurt a/M.


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Hartmann & Braun Frankfurt a/M                        Bild 761

 

Herstellungsjahr:       ca. 1970

 

Bezeichnung:               L – C – Messgerät Modell – Inkavi 2           

 

Beschreibung:             Mit der Messbrücke Inkavi 2 können Induktivitäten von 1 µH bis 110 Henry und Kapazitäten von 1 pF bis 1100 µF in jeweils 8 Messbereichen gemessen werden.

 

Auch lassen sich Güte und Verlustfaktor sowohl in Parallel – als auch in

Serienersatzschaltung ermitteln. Da die Spannung am Messobjekt sehr gering ist, lassen

sich auch spannungsempfindliche Messobjekte wie Spulen mit Eisenkern messen.

 

Beschreibung und Details aus Original Unterlagen von 1970 Fa. Hartmann & Braun.


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Aufbau und Arbeitsweise:

Das Inkavi 2 ist ein batteriebetriebenes Gerät, das aus einer Wechselstrombrücke, einem Generator mit der Frequenz 1 kHz und einem Anzeigeinstrument mit vorgeschaltetem Verstärker besteht.

 

Die elektronischen Teile, Generator und Indikator, sind transistorisiert. Zusätzliches äußeres Zubehör ist nicht erforderlich.. Es ist jedoch die Möglichkeit gegeben, anstelle des eingebauten Oszillators einen externen zu wählen. Ebenso kann zusätzlich zu dem internen Indikator ein äußerer angeschlossen werden, etwa ein Kopfhörer oder ein Oszillograph.

 

Die Brückenschaltung des Inkavi 2 bei Induktivitätsmessung - und bei Kapazitätsmessung zeigen die Bilder 1a und 1b sowie 2a und 2b. 


Induktivitätsmessung: Bild 1a … 1b.   Bei der Induktivitätsmessung wird die zu messende Selbstinduktion mit einer Kapazität verglichen. Zum Ausgleich der Verluste des Messobjekts kann der Vergleichskapazität ein Widerstand parallel ( Brücke nach Maxwell oder in Serie nach Hay ) gelegt werden.

Bild 1a.
Bild 1a.
Bild 1b.
Bild 1b.

Beschreibung und Details aus Original Unterlagen von 1970 Fa. Hartmann & Braun.


Kapaazitätsmessung:  Bild 2a … 2b. Bei der Kapazitätsmessung wird der Messwert mit derselben Vergleichskapazität gemessen wie bei den Induktivitätsmessungen. Die notwendige Umschaltung der Brückenarme erfolgt zugleich mit der Einstellung des Messbereiches. Auch bei der Kapazitätsmessung kann der Phasenwinkel der Kondensatoren sowohl durch einen Serien – als auch durch einen Parallelwiderstand zum Vergleichskondensator „ CN „ ausgeglichen werden.

Bild 2a.
Bild 2a.
Bild 2b.
Bild 2b.

Beschreibung und Details aus Original Unterlagen von 1970 Fa. Hartmann & Braun.


Hartmann & Braun Frankfurt a/M                        Bild 761-1

 

Herstellungsjahr:       ca. 1970

 

Bezeichnung:               L – C – Messgerät Modell – Inkavi 2          

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Betriebsanleitung:

 

  1.       Messobjekt an die Klemmen „ x „ anschließen. 

  2.       Den Messbereichendwert einstellen, der am nächsten über 

    dem zu erwarteten Messwert liegt. Wenn die Größenordnung 

    unbekannt ist, einen solchen Bereich einstellen, der mit 

    Sicherheit größer ist. 

  3.       Phasenabgleicher in Mittelstellung bringen

  4.       Art der Verluste einstellen; dabei ist die Stellung des 

    Druckschalters 4 zu wählen, die dem zweckmäßigsten

    Ersatzschaltbild des Messgegenstandes entspricht.

 

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Ersatzschaltbild des Messobjektes " siehe oben ".

 

Induktivitäten werden vorzugsweise in Stellung „ Q „ gemessen, die bei herausragender, nicht eingedrückter Position     Zum Vergrößern anklicken - Bild 3     des rastenden Druckknopfschalter 4 gegeben ist. Nur bei Spulen hoher Güte ist die Stellung „ tan ẟ „ zu wählen, die bei eingedrückter Position des rastenden

 

Druckknopfschalters 4 vorliegt. Bei Kondensatoren dagegen ist die Stellung    Zum Vergrößern anklicken - Bild 3    „ Tan ẟ „ angebracht. Nur bei schlechten Exemplaren und bei Elektrolytkondensatoren sollte man zunächst die Stellung „ Q „ wählen.

 

Beschreibung und Details aus Original Unterlagen von 1970 Fa. Hartmann & Braun.


5.       Am Tastschalter 5 wähle man zunächst die Empfindlichkeitsstellung grob „      „

6.      Der Batterieschalter 6 wird eingeschaltet. Es bedeuten die Bezeichnungen:

 

                7.       Erst mit stufig einstellbarem Vorabgleicher 7, dann mit

                8.      Dem stetig veränderbaren Feinabgleicher 8 Ausschlag Minimum suchen; dabei

                9.      Durch Phasenabgleich 3 Minimum verbessern denn eine nicht vollständig angeglichene                                  Brücke vermittelt kein genaues Ergebnis.

              10.      Um die Genauigkeit der Brücke auszunutzen, empfiehlt es sich, auf den nächstniederen                                  Messbereich überzugehen wenn die Ziffer 0,0 am Vorabgleicher auf die Marke 10 zeigt. 

 

Die Vorgänge 7,8,9 sind abwechselnd zu wiederholen, bis das Minimum scharf ist. Wenn nötig, ist die Empfindlichkeit zu erhöhen und 7,… 9 zu wiederholen.  Insbesondere bei der Messung kleiner

 

Induktivitäten und großer Kapazitäten ist der Übergang zu der Lupeneinstellung  "    "                  der Empfindlichkeit nötig. An Marke 10 abgelesener Wert ergibt mit eingestelltem Messbereichsendwert multipliziert, den Messwert.

 

Beschreibung und Details aus Original Unterlagen von 1970 Fa. Hartmann & Braun.