Hartmann & Braun - Frankfurt  a/M.


Multizellular Voltmeter von Hartmann & Braun bis 300 Volt. Fertigungsjahr 1953
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Hartmann & Braun Frankfurt a/M                           Bild 411

 

Herstellungsjahr:        1953

 

Bezeichnung:                  Elektrostatisches Voltmeter bis 300 Volt 

              

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Das elektrostatische Messwerk ist ein Kondensator mit einer festen und einer beweglichen Elektrode, mit der die Anzeigevorrichtung verbunden ist.  Wird Spannung an das Messwerk gelegt, so tritt zwischen beiden Kondensatorbelägen eine Kraft auf, die in der Richtung einer Kapazitätsvergrößerung wirkt. Das elektrostatische  Messwerk unterscheidet sich demnach von allen anderen Messwerken dadurch, dass die Spannung unmittelbar eine Kraft auf die Anzeigevorrichtung ausübt, während alle anderen Messwerke Strommesser sind. 



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Bild 411 ist ein Multizellular  Messwerk von Hartmann & Braun Frankfurt.

Das Messwerk befindet sich in einem aufwendig gearbeiteten Gehäuse aus poliertem Edelholz, das  an den Seitenkanten verzapft ist.

Der Boden und der Deckel sind aus Aluminiumguss ( nichtmagnetische Legierung ). Das Gehäuse besitzt drei Füße, von denen zwei justierbar sind.

In der linken oberen Ecke der Skala befindet sich eine runde Libelle, die zur Ausrichtung in die Waagrechte hilfreich ist.

Auf der Vorderseite findet sich oben der Sicherungsmechanismus des Messwerks und darunter die Schraube zur Nullpunkt – Korrektur der Anzeige. Auf der vorderen Seite befinden sich zwei Steckklemmen für den Spannungsanschluss.

Unterhalb der Steckklemmen befindet sich eine weitere Schraubklemme, die mit alle anderen metallischen Teile, auch mit dem Zeiger, verbunden und ist meist geerdet.

 

Die Skala des Messgerätes ist als Spiegelskala mit einer nahezu linearen Teilung von 0 … 300 Volt ausgeführt.

 

Die garantierte Genauigkeit beträgt etwa 0,5 % vom Skalen – Endwert.

 



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Bild 1 ist ein Elektrostatisches Messwerk von Hartmann & Braun Frankfurt.

 

Bild 2 ist ein Multizellular  Messwerk von Hartmann & Braun Frankfurt.


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Hartmann & Braun Frankfurt a/M                          Bild 411

 

Herstellungsjahr:        1953

 

Bezeichnung:                 Elektrostatisches Voltmeter bis 300

 

Beschreibung:               Bild 1

 

 

Das elektrostatische Messwerk wie im Bild 1 dargestellt: besteht aus zwei festen, senkrecht angeordneten Metallplatten, zwischen denen eine dritte Platte  bewegliche aufgehängt ist. Die zu messende Spannung wird einerseits an die bewegliche Platte und an die linke feste Platte angelegt, anderseits an die rechte feste Platte. Beim Einschalten der Spannung wird die bewegliche Platte von der rechten Platte entsprechend der Potentialdifferenz „ U „ angezogen, was eine Vergrößerung der Kapazität
 „ C „ zur Folge hat. Elektrostatische Messgeräte sind für Gleich -  und Wechselstrom, auch bei Hochfrequenz, verwendbar.  Ihr größter Vorteil ist der äußerst geringe Eigenverbrauch.  Bei Gleichspannungsmessungen wird lediglich der Aufladestrom beim Einschalten gebraucht, während der Dauerverbrauch „ Null „ ist, bei Wechselspannungsmessungen beträgt der Dauerverbrauch bei technischen Frequenzen nur Bruchteile eines Mikroamperes, der Verbrauch steigt mit der Frequenz und beträgt bei 10 5 bis 10 6 Hertz etwa 1 m A.                 

Elektrostatische Spannungsmesser mit Lichtzeiger erlauben die Messung von Spannungen bis 20 Volt.                                                                                                                                                                                                                                          Bilder und Texte von Hartmann & Braun Frankfurt a/M. 1934        


Hartmann & Braun Frankfurt a/M                          Bild 411

 

Herstellungsjahr:        1953

 

 Bezeichnung:               Elektrostatisches Voltmeter bis 300 Volt.

 

Beschreibung:               Bild 2

 

Das Elektrostatische Multizellular – Messwerk wie im Bild 2 dargestellt: wurde in seiner ursprünglichen Form von Lord Kelvin 1824 bis 1907 angegeben. Das Messwerk besteht aus zellenartig angeordneter Metallkammern, zwischen denen je eine leichte Metallnadel spielt, die an einer gemeinsamen Achse befestigt sind. Diese wiederum ist an einem Band aus Bronze aufgehängt.

Wird die zu messende Spannung einerseits an die Kammern, anderseits an die Nadeln gelegt, so erfolgt eine Drehung der Nadeln, bis dem elektrostatisch erzeugten Drehmoment durch die Torsionskraft des Aufhängebandes das Gleichgewicht gehalten.                                                                

Das ganze Messwerk ist abgeschirmt.                                                                         Eine kräftige Luftdämpfung bewirkt schwingungsfreie Zeigerstellung.

 

Durch die besondere Form der Metallkammern wird eine fast gleichmäßige Skalenteilung erreicht. Das Instrument zeigt bei Gleich – und Wechselstrom – auch bei hohen Frequenzen – richtig an.

 

Bilder und Texte von Hartmann & Braun Frankfurt a/M. 1934