A E G - Allgemeine Elektricitäts - Gesellschaft


Schleifendraht Messbrücke nach Wheatstone
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Kopfhörer für Wechselstrommessungen
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Nach langem suchen habe ich den Original Summer zur Messbrücke gefunden. 

Leider war er nicht Funktionsbereit.

Die Feder zwischen den beiden Kontakten der Spule war gebrochen. 

Die Feder konnte angelötet werden und ist nun Funktionsbereit.

Fa. AEG – Allgemein – Elekticitäts - Gesellschaft.          Bild 345

 

Herstellungsjahr:          1937

 

Bezeichnung:                  Schleifendraht Messbrücke nach Wheatstone.

 

Beschreibung:                 Das Messgerät ist eine Wheatstone Brücke mit Schleifendraht, 5

                                               umschaltbaren  Vergleichswiderständen, eingebautem

                                               Galvanometer und einer 4,5 Volt  Taschenlampen – Batterie.

 

Das Gerät ermöglicht die Messung von Widerständen von   0,05   bis   50 000   Ohm.

 

Dieser Bereich ist in 5 Stufen unterteilt.

 

  0,05               5,0              Ohm           Ablesefaktor           0,1

  0,5                  50               Ohm                                                 1

  5                      500            Ohm                                                 10

  50                   5000          Ohm                                                 100

  500                50000        Ohm                                                1000  

 

Der Ablesefaktor ist die Zahl, mit welcher der auf der Skala abgelesene Wert multipliziert werden muss, um den Ohmwert  des zu messenden Widerstandes zu erhalten.

 

Messungen mit eingebauter Batterie:                          Der unbekannte Widerstand wird an die Klemmen X und X 1 angeschlossen, der Umschalter auf Stellung  1  und der Messbereichwähler   auf den Bereich gestellt, innerhalb dessen dieser Widerstand voraussichtlich liegen wird.     Drückt man auf die mit Batt. – T bezeichnete Batterietaste, so schlägt das Galvanometer aus. Durch Drehen des ringförmigen Skalenträgers wird das Galvanometer auf Nullstellung  gebracht. Der an der roten Ablesemarke abgelesene Skalenwert multipliziert mit dem Ablese Faktor des Messbereichwählers, ergibt den Wert des unbekannten Widerstandes in Ohm. Hat man die Skala in die obere oder untere Endstellung gedreht, ohne dass das Galvanometer  auf „ Null „ zurückgeht, so liegt der Wert des zu messenden Widerstandes außerhalb des eingestellten Messbereiches. Schlägt bei der unteren  Endstellung der Skala nach links aus,  so ist der nächst kleinere, schlägt es bei der oberen Endstellung nach rechts aus, so ist der  nächst höhere Messbereich einzustellen und die Messung wie oben angegeben durchzuführen.

 

Messung von flüssigen Widerständen:                Da bei der Messung von flüssigen oder Elektrolytwiderständen mit Gleichstrom das Ergebnis durch Polarisation erheblich gefälscht werden kann, führt man solche Messungen mit Wechselstrom aus. Zu diesem Zwecke wird zu der Messbrücke ein ansteckbarer Summer geliefert, der mit der eingebauten Batterie betrieben wird.   (siehe Bilder auf der nächsten Seite).   Man steckt ihn an der rechten Seite des Gerätes an,  stellt den Batterieumschalter für die Messung auf Stellung  3  und schließt an den beiden an  der Vorderwand des Gerätes angebrachten mit  „ T „ bezeichneten Buchsen den beigegebenen Kopfhörer an. Das Galvanometer ist dann ausgeschaltet. Man dreht die Skala bei der Messung   so lange, bis der Ton im Kopfhörer einen Kleinstwert hat. Zur einfacheren Handhabung kann  die Batterietaste nach dem Niederdrücken durch eine kleine Drehung nach rechts festgestellt werden.

 

Techn. Daten von Originalbeschreibung von 1937      


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Fa. AEG – Allgemein – Elekticitäts - Gesellschaft.         Bild 345

                                                    

Die Bilder zeigen das Gerät mit dem Summer und den dazugehörigem Kopfhörer für die Messungen mit Wechselstrom. Alle drei Bilder stammen von Wikipedia und Historische - Messtechnik Berlin.

 

Funkeninduktor ( Summer ):              Ist ein Gerät zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom hoher Spannung.  Ein Funkeninduktor besteht aus einer Spule mit Kern, Primär und Sekundär und einem Unterbrecher dem sogen. Wagnerscher Hammer. Durch die Wirkung des Unterbrechers werden bei angelegter Gleich Spannung Wechselstromimpulse auf die Primärspule gegeben. In der Sekundärspule werden durch elektromagnetische Induktion Wechselspannungsstöße hoher Intensität erzeugen. 

 

Diese Wechselspannungsgröße diente als Messspannung.

                            

 Achtung:          Niemals darf eine äußere Batterie von 100 Volt auf einen der vier kleineren Messbereiche (Ablesefaktoren 0, 1, 1, 10 und 100) geschaltet werden, da sonst der Schleifendraht durch Überlastung zerstört und das Galvanometer gefährdet wird.

 

Techn. Daten von Originalbeschreibung von 1937